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Zur Medienberichterstattung über ADHS
Gemeinsame Erklärung internationaler Wissenschaftler
(Übersetzung aus dem Englischen durch die Elterninitiative AdS e.V., Postfach 1165, 73055 Ebersbach)
Januar 2002
Wir, das unterzeichnende Konsortium internationaler
Wissenschaftler, sind zutiefst besorgt über regelmäßig wiederkehrende
Falschdarstellungen der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
in den Medien. ADHS ist eine Störung mit der wir alle sehr vertraut sind und
der sich viele von uns mit wissenschaftlichen Studien, wenn nicht gar mit ganzen
Karrieren gewidmet haben. Wir befürchten, dass unzutreffende Meldungen, die
ADHS als Erfindung, Betrug oder gutartigen Zustand darstellen, dazu führen
könnten, dass sich Tausende von Leidenden nicht um eine Behandlung ihrer
Störung bemühen. Derartige Meldungen hinterlassen in der Öffentlichkeit auch
den allgemeinen Eindruck, dass diese Störung keine Validität besitzt bzw.
nicht wirklich existiert, oder dass sie aus eher geringfügigen Beschwerden
besteht.
Diese Übereinstimmungserklärung über ADHS haben wir verfasst als Referenz
für den Status wissenschaftlicher Erkenntnisse über diese Störung, ihre
Validität sowie über deren negativen Auswirkungen auf das Leben derjenigen,
die mit dieser Störung diagnostiziert werden, zum Zeitpunkt dieses Schreibens
(Januar 2002).
Die Berichterstattung über diese Störung verbreitet gelegentlich die
Geschichte in Form einer sportlichen Veranstaltung mit ebenbürtigen
Wettbewerbern. Die Ansichten einer Handvoll von Ärzten, die keine Experten
sind, wonach es ADHS nicht gibt, werden in Kontrast gestellt zum Hauptstrom
wissenschaftlicher Meinung, wonach es ADHS gibt, als ob beide Ansichten gleiche
Tragfähigkeit besäßen. Derartige Versuche einer gleichwertigen
Gegenüberstellung erwecken in der Öffentlichkeit den Eindruck, als gäbe es
einen erheblichen wissenschaftlichen Dissens darüber, ob ADHS eine echte
medizinische Störung sei. Tatsächlich gibt es jedoch keinen solchen Dissens
– zumindest nicht mehr als beispielsweise über die Fragen, ob Rauchen zu
Krebs führt oder HIV/AIDS von einem Virus verursacht wird.
Der U.S.-amerikanische Bundesarzt (Surgeon General), die U.S.-amerikanische
Ärztevereinigung (American Medical Association – AMA), der U.S.-amerikanische
Psychiaterverband (American Psychiatric Association), die U.S.-amerikanische
Vereinigung der Kinder- und Jugendpsychiater (American Academy of Child and
Adolescent Psychiatry – AACAP), der U.S.-amerikanische Psychologenverband
(American Psychological Association) und die U.S.-amerikanische Vereinigung der
Kinderärzte (American Academy of Pediatrics – AAP), unter anderen, erkennen
alle die Validität der Diagnose ADHS an. Während manche dieser Organisationen
bereits Richtlinien für die Beurteilung und Handhabung dieser Störung an ihre
Mitglieder herausgegeben haben, ist dies die erste von einem unabhängigen
Konsortium führender Wissenschaftler herausgegebene Übereinstimmungserklärung
über den Status der Störung. Unter Wissenschaftlern, die der Erforschung
dieser Störung Jahre, wenn nicht gar ganze Karrieren gewidmet haben, gibt es
keinen Dissens über deren Existenz.
ADHS und Wissenschaft
Wir können die wissenschaftliche Tatsache kaum genügend hervorheben, dass
die Vorstellung, dass es ADHS nicht gibt, einfach falsch ist. Alle führenden
medizinischen Vereinigungen und nationalen Gesundheitsbehörden erkennen ADHS
als authentische Störung an, weil die zugrunde liegenden wissenschaftlichen
Beweise so überwältigend sind.
Es sind verschiedene Zugänge angewendet worden, um festzustellen, wann ein
Zustand die Ebene einer validen medizinischen oder psychiatrischen Störung
erreicht. Ein sehr brauchbarer Zugang schreibt vor, dass es wissenschaftlich
gesicherte Beweise dafür geben muss, dass die unter dem Zustand Leidenden unter
einem schwerwiegenden Mangel oder Versagen eines allen Menschen gemeinsamen
physischen oder psychologischen Mechanismus leiden. Das heisst, dass von allen
Menschen unabhängig von ihrer Kultur normalerweise erwartet werden kann, dass
sie diese geistige Fähigkeit entwickelt haben.
Und es muss ebensolche unbestreitbare wissenschaftliche Beweise dafür geben,
dass dieser schwerwiegende Mangel beim Betreffenden zu Schaden führt. Schaden
wird festgestellt durch Beweise für erhöhte Sterblichkeit, Krankhaftigkeit
oder Behinderung bei der Ausübung wichtiger Lebensaktivitäten, die die
jeweilige Lebens-Entwicklungsstufe erfordert. Wichtige Lebensaktivitäten sind
Funktionen in Bereichen, wie z.B. Schule und Ausbildung, sozialen Beziehungen,
familiären Funktionen, Unabhängigkeit und Eigenständigkeit sowie
Erwerbstätigkeit, in denen von allen Menschen der jeweiligen Entwicklungsstufe
erwarted wird, dass sie sie bewältigen.
Wie von den zahlreichen, dieses Dokument unterzeichnenden Wissenschaftlern
attestiert wird, steht es unter den führenden klinischen Forschern der Welt
außer Frage, dass ADHS mit schwerwiegenden Defiziten in einer Aggregation von
psychologischen Fähigkeiten verbunden ist, und dass diese Defizite einen
schwerwiegenden Schaden für die meisten Personen, die die Störung haben,
darstellen. Die aktuelle Erkenntnislage zeigt, dass Defizite in der
Verhaltenssteuerung und Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit zentrale
Bestandteile dieser Störung sind – das sind Fakten, die durch Hunderte von
Studien aufgezeigt werden. Und es gibt keinen Zweifel, dass ADHS zu
Behinderungen bei der Ausübung wichtiger Lebensaktivitäten führt,
einschließlich bei sozialen Behiehungen, Schule und Ausbildung, familiären
Interaktionen, Erwerbstätigkeit, Eigenständigkeit und Einhaltung sozialer
Regeln, Normen und Gesetze. Es gibt auch Beweise dafür, dass Menschen mit ADHS
einem erhöhten Risiko körperlicher Verletzungen und unabsichtlicher
Vergiftungsunfälle ausgesetzt sind. Dies ist der Grund, warum keine
professionelle medizinische, psychologische oder wissenschaftliche Organisation
an der Existenz von ADHS als eine legitime Störung zweifelt.
Die zentralen psychologischen Defizite bei Menschen mit ADHS wurden nun durch
zahlreiche Studien mittels verschiedenen wissenschaftlichen Methoden mit
mehreren spezifischen Hirnregionen in Verbindung gebracht (mit dem
Frontallappen, seinen Verbindungen zu den Basalganglien, und ihrem Verhältnis
zu zentralen Aspekten des Kleinhirns). Bei den meisten neurologischen Studien
wurde festgestellt, dass die Gruppe der Menschen mit ADHS eine geringere
elektrische Aktivität sowie eine geringere Reaktivität auf Reize in einer oder
mehreren dieser Gehirnregionen aufweist. Und Studien mit bildgebenden Verfahren
bei Gruppen von Menschen mit ADHS zeigen in diesen Hirnregionen
verhältnismäßig weniger Hirngewebe und eine geringere Stoffwechselaktivität
in diesen Regionen, als dies bei den Kontrollgruppen dieser Studien der Fall
ist.
Diese gleichen psychologischen Defizite in der Verhaltenssteuerung und Aufmerksamkeit wurden in zahlreichen Studien an eineiigen und zweieiigen Zwillingen in verschiedenen Ländern (USA, Großbritannien, Norwegen, Australien, etc.) als primär ererbt festgestellt. Die genetischen Beiträge zu diesen Eigenschaften werden routinemäßig zu den höchsten unter allen psychiatrischen Störungen gezählt (7090% der Merkmalsvarianz in der Bevölkerung) und erreichen beinahe den genetischen Beitrag zur menschlichen Körpergröße. Ein Gen konnte kürzlich zuverlässig als mit dieser Störung in Verbindung stehend aufgezeigt werden und die Suche nach weiteren Genen ist derzeit weltweit bei mehr als 12 verschiedenen Forscherteams im Gange.
Zahlreiche Zwillingsstudien zeigen auf, dass die familiäre Umgebung keinen
bedeutenden eigenen Beitrag zu diesen Eigenschaften liefert. Damit ist aber
nicht gesagt, dass die häusliche Umgebung, elterliches Erziehungsverhalten,
stresserzeugende Lebensumstände oder abweichende Beziehungen mit Gleichaltrigen
unwichtig sind oder keinen Einfluss auf Individuen mit ADHS haben, da dies mit
Sicherheit der Fall ist. Genetische Tendenzen kommen durch die Interaktion mit
der Umwelt zum Ausdruck. Menschen mit ADHS haben oft auch andere damit in
Verbindung stehende Störungen und Probleme, von denen manche klar mit ihren
sozialen Umgebungen zusammen hängen. Es ist aber zu sagen, dass die
zugrundeliegenden psychologischen Defizite, aus denen ADHS selbst besteht, nicht
alleine oder primär das Ergebnis dieser Umweltfaktoren sind.
Dies ist der Grund, warum führende internationale Wissenschaftler, so wie die unten genannten Unterzeichner, die zunehmenden Belege für die neurologischen und genetischen Beiträge zu dieser Störung anerkennen. Diese Belege, verbunden mit zahllosen Studien über die schädlichen Auswirkungen dieser Störung sowie mit Hunderten von Studien über die Effektivität von Medikation, stützen die Notwendigkeit in vielen wenn auch keineswegs in allen Fällen, für die Behandlung der Störung mit multiplen Therapien. Diese beinhalten Medikation, verbunden mit pädagogischen, familiären und anderen sozialen Maßnahmen. Dies steht im auffälligen Kontrast zu den vollkommen unwissenschaftlichen Ansichten von manchen Sozialkritikern in einigen regelmäßig wiederkehrenden Medienveröffentlichungen, wonach ADHS einen Betrug darstellen würde, dass die medikamentöse Behandlung der Betroffenen fragwürdig oder gar tadelnswert sei, und dass irgendwelche mit ADHS zusammenhängende Verhaltensprobleme lediglich das Ergebnis von häuslichen Problemen, zu vielem Fernsehen oder zu vielen Videospielen, falscher Ernährung, Mangel an Liebe und Zuwendung oder Mangel an Toleranz der Lehrkräfte/Schulen wäre.
ADHS ist keine gutartige Störung. Denjenigen, die von ADHS betroffen sind, kann die Störung verheerende Probleme bereiten. Folgestudien klinischer Stichproben zeigen, dass Betroffene eine weit größere Wahrscheinlichkeit haben, die Schule vorzeitig abzubrechen (3240%), ein Studium nicht abzuschließen (510%), wenige oder überhaupt keine Freunde zu haben (5070%), nicht die erforderliche berufliche Arbeitsleistung zu erbringen (70-80%), sich an antisozialen Aktivitäten zu beteiligen (4050%) und Tabak oder illegale Drogen häufiger zu benützen, als normal. Des Weiteren werden Kinder, die mit ADHS aufwachsen, häufiger eine Schwangerschaft im Teenager-Alter erleben (40%) sowie sexuell übertragbare Krankheiten (16%) bekommen, häufiger Geschwindigkeitsübertretungen begehen und multiple Autounfälle haben, als Erwachsene unter Depressionen (2030%) und Persönlichkeitsstörungen (1825%) leiden, und, auf Hunderte von anderen Arten, ihr Leben unglücklich gestalten und in Gefahr bringen.
Und trotz dieser ernsthaften Konsequenzen zeigen Studien, dass weniger als
die Hälfte derjenigen mit dieser Störung therapiert werden. Die Medien können
bedeutend dazu beitragen, deren Lebensumstände zu verbessern. Zu
bewerkstelligen ist dies durch eine Darstellung von ADHS und dessen
Wissenschaft, die so akkurat und verantwortlich wie möglich ist, ohne die
Propaganda von manchen Sozialkritikern und Außenseiter-Ärzten zu bedienen,
deren politische Tagesordnung bei ihnen und der Öffentlichkeit den Eindruck
erwecken will, als gäbe es hier keine echte Störung. Die Veröffentlichung von
Geschichten, nach denen ADHS eine fiktive Störung oder lediglich ein Konflikt
zwischen den heutigen Huckleberry Finns und ihren Sorgeberechtigten sei, ist
gleichbedeutend mit der Behauptung, die Erde sei flach, die Gesetze der
Schwerkraft seien debattierbar, und die chemische Periodentabelle sei Betrug.
ADHS sollte in den Medien genau so realistisch und akkurat dargestellt werden,
wie in der Wissenschaft – als eine valide Störung mit unterschiedlichen und
erheblichen negativen Auswirkungen bei denjenigen, die davon betroffen sind,
ohne deren eigene Schuld und ohne Schuld ihrer Eltern und LehrerInnen.
Mit freundlichen Grüßen
Russell A. Barkley, Ph.D.
Professor
Depts. of Psychiatry and Neurology
University of Massachusetts Medical School
55 Lake Avenue North
Worcester, MA 01655
Ronald T. Brown, Ph.D.
Associate Dean, College of Health Professions
Professor of Pediatrics
Medical University of South Carolina
19 Hagood Avenue
P.O. Box 250822
Charleston, SC 29425
Arthur D. Anastopoulos, Ph.D.
Professor, Co-Director of Clinical Training
Department of Psychology
University of North Carolina at Greensboro
P.O. Box 26164
Greensboro, NC 27402-6164
George J. DuPaul, Ph.D.
Professor of School Psychology
Lehigh University
111 Research Drive, Hilltop Campus
Bethlehem, PA 18015
Edwin H. Cook, Jr., M.D.
Professor
Department of Psychiatry and Pediatrics
University of Chicago
5841 S. Maryland Ave.
Chicago, IL
Alan Zametkin, M.D.
Child Psychiatrist
Kensington, MD
James J. McGough, M.D.
Associate Professor of Clinical Psychiatry
UCLA School of Medicine
760 Westwood Plaza
Los Angeles, CA 90024
Stephen V. Faraone, Ph.D.
Professor of Psychiatry
Harvard University
750 Washington St., Suite 255
South Easton, MA 02375
Mariellen Fischer, Ph.D.
Professor
Department of Neurology
Medical College of Wisconsin
9200 W. Wisconsin Avenue
Milwaukee, WI 53226
Florence Levy, M.D.
Associate Professor
School of Psychiatry
University of New South Wales
Avoca Clinic
Joynton Avenue
Zetland, NSW, 2017, Australia
Joseph Biederman, M.D.
Professor and Chief
Joint Program in Pediatric
Psychopharmacology
Massachusetts General Hospital and
Harvard Medical School
15 Parkman St., WACC725
Boston, MA 02114
Stephen Houghton, Ph.D.
Professor of Psychology
Director, Centre for Attention & Related Disorders
The University of Western Australia
Perth, Australia
Keith McBurnett, Ph.D.
Associate Professor
Department of Psychiatry
University of California at San Francisco
Children’s Center at Langley Porter
401 Parnassus Avenue, Box 0984
San Francisco, CA 94143
Oscar Bukstein, M.D.
Associate Professor
Department of Psychiatry
Western Psychiatric Institute and Clinic
3811 O’Hara Street
Pittsburgh, PA 15213
Michelle DeKlyen, Ph.D.
Office of Population Research
Princeton University
286 Wallace
Princeton, NJ 08544
Caryn Carlson, Ph.D.
Professor
Department of Psychology
University of Texas at Austin
Mezes 330
Austin, TX 78712
Patrick H. Tolan, Ph.D.
Director, Institute of Juvenile Research
Professor, Department of Psychiatry
University of Illinois at Chicago
840 S. Wood Street
Chicago, IL 60612
Cynthia Hartung, Ph.D.
Postdoctoral Fellow
Department of Psychology
University of Denver
2155 S. Race St.
Denver, CO 80208
Gabrielle Carlson, M.D.
Professor and Director,
Division of Child and Adoloscent Psychiatry
State University of New York at Stony Brook
Putnam Hall
Stony Brook, NY 11794
Linda Pfiffner, Ph.D.
Associate Professor
Department of Psychiatry
University of California at San Francisco
Children’s Center at Langley Porter
401 Parnassus Avenue, Box 0984
San Francisco, CA 94143
Ken C. Winters, Ph.D.
Associate Professor
Director, Center for Adolescent Substance Abuse Research
Department of Psychiatry
University of Minnesota
F282/2A West, 2450 Riverside Ave.
Minneapolis, MN 55454
Lily Hechtman M.D. F.R.C.P.
Professor of Psychiatry and Pediatrics,
Director of Research,
Division of Child Psychiatry,
McGill University and Montreal Childrens Hospital
4018 St. Catherine St. West
Montreal, Quebec, Canada H3Z-1P2
Donald R. Lynam, Ph.D.
Associate Professor
University of Kentucky
Department of Psychology
125 Kastle Hall
Lexington, KY 40506-0044
Jan Loney, Ph.D.
Professor Emeritus
State University of New York at Stony Brook
Lodge Associates (Box 9)
Mayslick, KY 41055
Richard Milich, Ph.D.
Professor of Psychology
Department of Psychology
University of Kentucky
Lexington, KY 40506-0044
Harold S. Koplewicz, M.D.
Arnold and Debbie Simon Professor of Child and Adolescent Psychiatry and
Director of the NYU Child Study Center
Avi Sadeh, D.Sc.
Director, Clinical Child Psychology Graduate Program
Director, The Laboratory for Children’s Sleep Disorders
Department of Psychology
Tel-Aviv University
Ramat Aviv, Tel Aviv 69978, ISRAEL
Hector R. Bird, M.D.
Professor of Clinical Psychiatry
Columbia University
College of Physicians and Surgeons
1051 Riverside Drive (Unit 78)
New York, NY 10032
Mary A. Fristad, Ph.D., ABPP
Professor, Psychiatry & Psychology
Director, Research & Psychological Services
Division of Child & Adolescent Psychiatry
The Ohio State University
1670 Upham Drive Suite 460G
Columbus, OH 43210-1250
Sheila Eyberg, Ph.D., ABPP
Professor of Clinical & Health Psychology
Box 100165
1600 SW Archer Blvd.
University of Florida
Gainesville, FL 32610
Terri L. Shelton, Ph.D.
Associate Professor
Department of Psychology
University of North Carolina – Greensboro
Greensboro, NC 27402
Mina Dulcan, M.D.
Professor
Department of Child and Adolescent Psychiatry
2300 Children’s Plaza #10
Children’s Memorial Hospital
Chicago, IL 60614
Margot Prior, Ph.D.
Professor
Department of Psychology
Royal Children’s Hospital
Parkville, 3952 VIC
Australia
Christopher Gillberg, M.D.
Professor
Department of Child and Adolescent Psychiatry
University of Gothenburg
Gothenburg, Schweden
Bennett L. Leventhal, M.D.
Irving B. Harris Professor of Child and Adolescent Psychiatry
Director, Child & Adolescent Psychiatry
Vice Chairman, Dept. of Psychiatry
The University of Chicago
5841 S. Maryland Ave.
Chicago, IL 60637
Carl E. Paternite, Ph.D.
Professor of Psychology
Miami University
Oxford, OH 45056
Brooke Molina, Ph.D.
Assistant Professor of Psychiatry and Psychology
Western Psychiatric Institute and Clinic
University of Pittsburgh School of Medicine
3811 O’Hara Street
Pittsburgh, PA 15213
Rob McGee, Ph.D.
Associate Professor,
Department of preventive & Social Medicine
University of Otago Medical School
Box 913 Dunedin,
New Zealand
Steven W. Evans, Ph.D.
Associate Professor of Psychology
MSC 1902
James Madison University
Harrisonburg, VA 22807
Susan Campbell, Ph.D.
Professor
Department of Psychology
4015 O’Hara Street
University of Pittsburgh
Pittsburgh, PA 15260
Marc Atkins, Ph.D.
Associate Professor
University of Illinois at Chicago
Institute for Juvenile Research
Department of Psychiatry
840 South Wood Street, Suite 130
Chicago, IL 60612-7347
Mary Solanto-Gardner, Ph.D.
Associate Professor
Division of Child and Adolescent Psychiatry
The Mt. Sinai Medical Center
One Gustave L. Levy Place
New York, NY 10029-6574
Jose J. Bauermeister, Ph.D.
Professor
Department of Psychology
University of Puerto Rico
San Juan, PR 00927
Jeffrey Halperin, Ph.D.
Professor
Department of Psychology
Queens College, CUNY
65-30 Kissena Ave.
Flushing, NY 11367
Steven R. Pliszka, M.D.
Associate Professor and Chief
Division of Child and Adolescent Psychiatry
University of Texas Health Sciences Center
7703 Floyd Curl Drive
San Antonio, TX 78229-3900
John S. Werry, M.D.
Professor Emeritus
Department of Psychiatry
University of Auckland
Auckland, New Zealand
Charlotte Johnston, Ph.D.
Professor
Department of Psychology
University of British Columbia
2136 West Mall
Vancouver, BC, Canada V6T 1Z4
Thomas Joiner, Ph.D.
The Bright-Burton Professor of Psychology
Florida State University
Tallahassee, FL 32306-1270
Adele Diamond, Ph.D.
Professor of Psychiatry
Director, Center for Developmental Cognivite Neuroscience
University of Massachusetts Medical School
Shriver Center
Trapelo Rd.
Waldham, MA
Stephen P. Hinshaw, Ph.D.
Professor
Department of Psychology #1650
University of California at Berkeley
3210 Tolman Hall
Berkeley, CA 94720-1650
John Piacentini, Ph.D.
Associate Professor
Department of Psychiatry
UCLA Neuropsychiatric Institute
760 Westwood Plaza
Los Angeles, CA 90024-1759
Salvatore Mannuzza, M.D.
Research Professor of Psychiatry
New York University School of Medicine
550 First Avenue
New York, NY 10016
Mark A. Stein, Ph.D.
Chair of Psychology
Children’s National Medical Center and Professor of Psychiatry &
Pediatrics
George Washington Univ. Medical School
111 Michigan Ave, NW
Washington, DC 20010
Joseph Sergeant, Ph.D.
Chair of Clinical Neuropsychology
Free University
Van der Boecharst Straat 1
De Boelenlaan 1109
1018 BT Amsterdam
Netherlands
Thomas Spencer, M.D.
Associate Professor and Assistand Director, Pediatric Psychopharmacology
Harvard Medical School and Massachusetts General Hospital
15 Parkman St., WACC725
Boston, MA 02114
Rosemary Tannock, Ph.D.
Professor of Psychiatry
Brain and Behavior Research
Hospital for Sick Children
55 University Avenue
Toronto, Ontario, Canada M5G 1X8
Carol Whalen, Ph.D.
Professor
Department of Psychology and Social Behavior
University of California at Irvine
3340 Social Ecology II
Irvine, CA 02215
Herbert Quay, Ph.D.
Professor Emeritus
University of Miami
2525 Gulf of Mexico Drive, #5C
Long Boat Key, FL 34228
Philip Firestone, Ph.D.
Professor
Department of Psychology & Psychiatry
University of Ottawa
120 University Priv.
Ottawa, Canada K1N 6N5
Howard Abikoff, Ph.D.
Pevaroff Cohn Professor of Child and Adolescent Psychiatry
NYU School of Medicine
Director of Research
NYU Child Study Center
550 First Avenue
New York, NY 10016
Laurence Greenhill, M.D.
Professor of Clinical Psychiatry
Columbia University
Director, Research Unit on Pediatric Psychopharmacology
New York State Psychiatric Institute
1051 Riverside Drive
New York, NY 10032
Russell Schachar, M.D.
Professor of Psychiatry
Hospital for Sick Children
555 University Avenue
Toronto, Ontario, Canada M5G 1X8
Betsy Hoza, Ph.D.
Associate Professor
Department of Psychology, #1364
Purdue University
West Lafayette, IN 47907-1364
Bruce Pennington, Ph.D.
Professor
Department of Psychology
University of Denver
2155 South Race Street
Denver, CO 80208
Ann Teeter, Ph.D.
Associate Professor
Department of Psychology
University of Wisconsin – Milwaukee
Milwaukee, WI 53201
Sandra K. Loo, Ph.D.
Research Psychologist
University of California, Los Angeles
Neuropsychiatric Institute
760 Westwood Plaza, Rm 47-406
Los Angeles, CA 90024
J. Bart Hodgens, Ph.D.
Clinical Assistant Professor of Psychology and Pediatrics
Civitan International Research Center
University of Alabama at Birmingham
Birmingham, AL 35914
Eric J. Mash, Ph.D.
Professor
Department of Psychology
University of Calgary
2500 University Drive N.W.
Calgary, Alberta, Canada T2N 1N4
Eric Taylor
Professor of Psychiatry
Institute of Psychiatry
London, England
Mark D. Rapport, Ph.D.
Professor and Director of Clinical Training
Department of Psychology
P.O. Box 161390
University of Central Florida
Orlando, Florida 32816-1390
Anita Thapar MB BCh, MRCPsych, Ph.D.
Professor
Child and Adolescent Psychiatric Section
Dept. of Psychological Medicine
University of Wales College of Medicine
Heath Park, Cardiff, CF14 4XN
United Kingdom
Stephen Shapiro, Ph.D.
Department of Psychology
Auburn University
226 Thach
Auburn, AL 36849-5214
William Pelham, Jr., Ph.D.
Professor of Psychology
Center Children and Families
State University of new York at Buffalo
318 Diefendorf Hall
3435 Main Street, Building 20
Buffalo, NY 14214
Terje Sagvolden, Ph.D.
Professor
Department of Physiology
University of Oslo
N-0316 Oslo, Norway
Thomas E. Brown, Ph.D.
Asst. Professor
Department of Psychiatry
Yale University School of Medicine
New Haven CT
Daniel F. Connor, M.D.
Associate Professor
Department of Psychiatry
University of Massachusetts Medical School
55 Lake Avenue North
Worcester, MA 01655
Daniel A. Waschbusch, Ph.D.
Assistant Professor of Psychology
Director, Child Behavior Program
Department of Psychology
Dalhousie University
Halifax, NS BeH 4R1, Canada
Kevin R. Murphy, Ph.D.
Assistant Professor
Dept. of Psychiatry
University of Massachusetts Medical School
55 Lake Avenue North
Worcester, MA 01655
Michael Aman, Ph.D.
Professor of Psychology and Psychiatry
The Nisonger Center
Ohio State University
1581 Dodd Drive
Columbus, Ohio, U.S.A.
Blythe Corbett, Ph.D.
M.I.N.D. Institute
University of California, Davis
4860 Y Street, Suite 3020
Sacramento, CA 95817
Deborah L. Anderson, Ph.D.
Professor, Dept. of Pediatrics
Medical University of South Carolina
Charleston, SC 29425
Lisa L. Weyandt, Ph.D.
Professor, Dept. of Psychology
Central Washington University
400 East 8th Avenue
Ellensburg, WA 98926-7575
Michael Gordon, Ph.D.
Professor of Psychiatry
Director, Child & Adolescent Psychiatric Services & Director, ADHD
Program
SUNY Upstate Medical University
750 East Adams Street
Syracuse, NY 13210
Lawrence Lewandowski, Ph.D.
Meredith Professor of Teaching Excellence
Department of Psychology
Syracuse University
Syracuse, NY
Erik Willcutt, Ph.D.
Assistant Professor
Department of Psychology
Muenzinger Hall D-338
345 UCB
University of Colorado
Boulder, CO 80309
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