Forum der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Heft 4 - 2003

Forum der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Heft 4 - 2003

Epilog

Ingo Spitczok von Brisinski

Für ihre Arbeit "Methodenübergreifende ambulante Gruppenpsychotherapie für Jugendliche mit unterschiedlichen Störungen und Störungsniveaus" erhielten Anna Maria Sant'Unione (Wuppertal) und Matthias Wildermut (Herborn) zusammen mit der Arbeitsgruppe um Bernhard Blanz und Martin H. Schmidt, die sich dem Thema "Home treatment" widmete, den Förderpreis 2003 der "Stiftung für ambulante Psychiatrie und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter - Christian Karl Dieter Moik Stiftung". Wir gratulieren an dieser Stelle nochmals!

Sehr anschaulich mittels ausführlicher Fallbeispiele und Kriterienkataloge macht Arne Schmidt auf das Problem der differentialdiagnostischen Abgrenzung von Asperger-Syndrom, High-functioning-Autismus und Autistic Spectrum Disorder gegen ADS aufmerksam sowie auf die Notwendigkeit einer spezialisierten, lang dauernde Förderung bei autistischen Störungen.

Im darauf folgenden Beitrag bemühe ich mich, das Thema zu vertiefen, Erfahrungen aus unserer Ambulanz und Klinik beizusteuern und auch Hochbegabung als eine weitere ‚Differentialdiagnose' zu berücksichtigen.

Die Folgen einer liberalisierten Drogenpolitik auf die klinische Jugendpsychiatrie in der Schweiz zeigt uns Oliver Bilke auf. Er geht dabei auf Prävention, Früherkennung, Beratung, Therapie, Schadensverminderung, Überlebenshilfe und Repression ein. Haben Sie gewusst, dass sich die Schweiz im letzten Jahrzehnt aufgrund diverser politischer, sozialer und wirtschaftlicher Faktoren zu einem der Haupt-Konsum- und Handelsorte illegaler Drogen in Europa entwickelt hat? Was können wir daraus lernen für den Umgang mit der Suchtproblematik in Deutschland?

Auch in diesem Heft wieder eine Premiere: Aus W. Preyers Buch "Die Seele des Kindes", das 1884 in Leipzig erschien, bringen wir als Faksimile das zwölfte Capitel: Imitative Bewegungen. Bitte schreiben Sie uns, wie Ihnen die Idee gefällt, historische Texte, die unser Fachgebiet berühren, im Forum lesen zu können!

Ordentlich Appetit auf Lesefutter machen die beiden Buchbesprechungen von Bodo Pisarsky.

Meine Buchbesprechug sowie der ausführliche Tagungsbericht von Tina Massinger und Renate Grimmlinger greifen noch einmal den Themen-Schwerpunkt Asperger-Syndrom auf, bevor Ute Paporisz von der Tagung Entstehung, Verlauf und Behandlung der Schizophrenie bei Kindern und Jugendlichen in Essen referiert und aus Anlass des 65. Geburtstages die Verdienste von Christian Eggers skizziert: "Nichtstun kann er nicht, und wenn er etwas tut, ist es das Grundsätzliche".

Im Rahmen des freiwilligen Fortbildungszertifikats der Ärztekammern (CME = Continuing Medical Education) erhalten Sie durch korrektes Ausfüllen des in diesem Heft enthaltenen CME-Fragebogens und Übersenden an die Akademie für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie wieder 1 Fortbildungspunkt (maximal 10 Punkte pro Jahr).

Viel Vergnügen beim Lesen und Nachdenken!

Im Namen der Redaktion

Ihr

Ingo Spitczok von Brisinski